AUSZEICHNUNGEN 2017

● Medaillen beim 21. Tag der Thüringer Wurstspezialitäten
Auch in diesem Jahr gab es wieder den Tag der Thüringer Wurstspezialitäten und der war diesmal ein großer Tag für die Fleischerei Löffler.
Hier erfahren Sie, warum das ein so großer Tag war und auch noch einiges mehr:
 

Goldregen für Triebeser Fleischerei

Ulrich Löffler hat für fünf Wurstsorten die Goldmedaille erhalten. Darunter sind die drei Thüringer Originale.

Von Heidi Henze

„Es ist für uns die Champions League und da sind wir die Besten", sagt Ulrich Löffler. Der berechtigterweise Stolz auf die Auszeichnungen ist, die er zusammen mit seinem 16-köpfigen Team zum 21. Wursttag der Thüringer Wurstspezialitäten in Erfurt erhalten hat.

Dieser fand im Rahmen der Thüringen-Ausstellung statt. Zum 21. Wursttag wurden 313 Proben aus insgesamt 62 Betrieben zur Verkostung bereitgestellt. Für besonders hochwertige Qualitätsprodukte werden Gold-, Silber- und Bronzemedaillen in Form von Urkunden vergeben. Davon wurden 193 mit Gold, 86 mit Silber und 21 mit Bronze prämiert.

Für die Fleischerei Löffler aus Triebes mit Filialen in Zeulenroda und Langenwetzendorf verlief die diesjährige Bewertung besonders erfolgreich. „Zum ersten Mal konnten wir mit drei Thüringer Original Wurstsorten punkten", sagt Geschäftsinhaber Ulrich Löffler, der in der vierten Generation die Fleischerei aus den Händen seines Vaters übernahm. Zehn Jahre habe er daraufhin gearbeitet. In diesem Jahr wurde die Mehrzahl der eingereichten Wurstspezialitäten aus dem Haus Löffler mit Goldmedaillen prämiert, sagt der Obermeister des Fleischerhandwerks Greiz-Schleiz. Zu den versilberten und vergoldeten Wurstsorten gehören unter anderen: der Leberkäse, die Delikates-Leberwurst, die Rauchpeitsche, die Thüringer Leberwurst und die Thüringer Rostbratwurst.

Die Kriterien zu dieser Prämierung sind allerdings nicht nur die Verkostung in Erfurt, sondern vielmehr gehören dazu ebenso die jährliche chemische Kontrolle der Zusammensetzung des Lebensmittels. So muss jede einzelne Wurst aus 70 Prozent Fleisch bestehen, 50 Prozent des Fleischeinsatzes muss aus Thüringen kommen. „Bei der Bewertung gibt es ganz klare Parameter, die in einem Jenaer Labor geprüft werden", erklärt Löffler. Diese Einhaltung der Prüfungen sind Voraussetzung für die Bewertung innerhalb des Wursttages. Auch die Farbe, die Zusammensetzung und vieles mehr spielen dabei eine große Rolle.

Seit 2004 sind die Thüringer Wurstspezialitäten Rostbratwurst, Rotwurst und Leberwurst in das Verzeichnis der geschützten geografischen Angaben aufgenommen. Demnach dürfen diese Wurstspezialitäten nur in Thüringen nach einer festgelegten Spezifikation hergestellt und mit dem Schriftzug Thüringer Original versehen werden.

Da Ulrich Löfflers Thüringer Originale Wurst mit Gold prämiert wurde, bekam er in Erfurt den Thüringer Pokal. Für den Triebeser ist es einfach nur „toll".

Ebenso toll empfinden es die Mitarbeiterinnen der Fleischerei. Denn die Gold-Medaille gab es auch für eine von Antje Hopfe gelegte Kanapees-Platte. Klare Vorgaben gibt es nicht nur für das Aussehen, sondern auch für das Zusammenspiel zwischen Produkten und Präsentationen. Zusammen mit Janine Drobny hatte sie sich am Wurst-Plattenwettbewerb beteiligt Für Janine Drobny gab es für ihre Käse-Platte Bronze. „Es sind wirklich kleine Präsentationsfehler, die bemängelt wurden", erläutert der Fleischermeister und freut sich mit seinen Mitarbeiterinnen. Gestern nun gratulierte Stefanie Fischer, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Zeulenroda, dem Obermeister der Innung des Fleischerhandwerks zudem tollen Erfolg.

Gold-Originale
In den vergangenen Jahren erzielte die Fleischerei von Ulrich Löffler aus Triebes stets nur für eine, maximal zwei Wurstsorten die begehrte Gold-Medaille.
In diesem Jahr wurden fünf Wurstsorten von Löffler vergoldet. Unter ihnen auch die drei Thüringer Originale, die geschützt sind. Dazu zählen, die Thüringer Leberwurst, die Thüringer Rotwurst und die Thüringer Rostbratwurst. Für den Obermeister eine Ehre.

Quelle: OTZ vom Dienstag, dem 21. März 2017


 
Quelle: Allgemeiner Anzeiger Thüringer Vogtland vom Samstag, dem 25. März 2017

 

Viele heimische Fleischereiprodukte prämiert

Qualität wurde beim 21. Tag der Thüringer Wurstspeziatitäten streng geprüft und jetzt mit Urkunden bestätigt

Strahlende Akteure bei der Auszeichnung: (von links nach rechts) Landwirtschaftsministerin Birgit Keller, Janine Drobny und Antje Hopfe (zwei Mitarbeiterinnen der Firma Löffler, die u.a. beim Plattenwettbewerb ausgezeichnet wurden), die Thüringer Wurstkönigin Anne 1., Landesinnungsobermeister Günter Grüner und die Geschäftsführerin LIV des Fleischerhandwerks Thüringen e.V. Heigard Anding.
Foto: K.-D. Simmen / Kreishandwerkerschaft Zeulenroda 

Im Rahmen der Thüringen Ausstellung auf der Erfurter Messe im März fand der inzwischen 21. Tag der Thüringer Wurstspezialitäten statt. Insgesamt wurden dabei 313 Proben durch 62 Thüringer Unternehmen zur Begutachtung vorgelegt, berichtet der Landesinnungsverband des Fleischerhandwerks Thüringen e.V.

Davon wurden 193 Produkte mit Gold, 86 mit Silber und 21 mit Bronze prämiert.

Kürzlich fand nun in der Festscheune des Bratwurstmuseums in Holzhausen die feierliche Urkundenübergabe an die beteiligten Betriebe statt. Die Auszeichnung nahm Landwirtschaftsministerin Birgit Keller gemeinsam mit dem Thüringer Landesinnungsmeister Günter Grüner und der Thüringer Wurstkönigin Anne 1. vor.

Im Plattenwettbewerb, an dem sich neun Betriebe mit 24 Platten beteiligten, konnten 22 Platten prämiert werden (siehe Foto). Und bereits zur Rostkultur am 18. März auf dem Erfurter Domplatz hatten fünf von 33 teilnehmenden Betrieben den Thüringenpokal erhalten. Die Pokale werden verliehen an Betriebe, deren geschützte Produkte Thüringer Rostbratwurst, Thüringer Leberwurst und Thüringer Rotwurst in der sensorischen Prüfung mit Gold bewertet werden.

Im Verlauf der Veranstaltung in Holzhausen übergab Landesinnungsobermeister Günter Grüner auch einen symbolischen Spendenscheck an das Kinderhospiz Mittelthüringen. Die Spenden wurden zum Tag der Thüringer Wurstspezialitäten in Erfurt durch die Abgabe einer im Berufsbildungs- und Technologiezentrum Rohr-Kloster eigens kreierten Leberwurst an die Messebesucher eingenommen. Der Erlös betrug 700,42 Euro.

Es wurden in Holzhausen auch Fleischereibetriebe aus der Region ausgezeichnet, und das nicht zu knapp. So gingen insgesamt zwei Bronze-, vier Silber- und sage und schreibe neun Goldmedaillen an drei Fleischerbetriebe in Greiz und Zeulenroda-Triebes. Da wird man richtig neugierig auf die guten Fleischprodukte beim heimischen Fleischer vor Ort.

Strahlende Akteure bei der Auszeichnung: (von links nach rechts) Landwirtschaftsministerin Birgit Keller, Janine Drobny und Antje Hopfe (zwei Mitarbeiterinnen der Firma Löffler, die u.a. beim Plattenwettbewerb ausgezeichnet wurden), die Thüringer Wurstkönigin Anne 1., Landesinnungsobermeister Günter Grüner und die Geschäftsführerin LIV des Fleischerhandwerks Thüringen e.V. Heigard Anding. Foto: K.-D. Simmen / Kreishandwerkerschaft Zeulenroda

Quelle: Allgemeiner Anzeiger Thüringer Vogtland vom Samstag, dem 20. Mai 2017


Auch die Wurstkönigin sollte einmal zu Wort kommen - und das tat sie hier:

Gute Qualität schmeckt man einfach

Die Thüringer Wurstkönigin Anne I. - Anne Sonntag - zu Geduld, Geschmack und Redewendungen

Wann haben Sie das letzte Mal Fleisch oder Wurst gegessen?
Heute natürlich. Ich koche gern und esse wirklich täglich Fleisch. Ohne ein gutes Stück Fleisch oder Wurst geht es einfach nicht.

Was sind Ihre wichtigsten Aufgaben als Wurstkönigin und gab es Voraussetzungen, um das Amt antreten zu können?
Um Thüringer Wurstkönigin zu werden, muss man ausgebildete Fleischfachverkäuferin sein, im Fleischerhandel tätig sein, und der Betrieb muss Mitglied der Fleischerinnung Thüringen sein. Das ist bei der Fleischerei Wohlgezogen in Rutha der Fall. Ich habe mich bei der Fleischerinnung beworben, kam mit drei weiteren Kandidatinnen in den Endausscheid und wurde ausgewählt.

Woran erkenne ich einen guten Fleischer?
An der Frische der Produkte, der guten Auswahl, der hohen Qualität der Produkte und der kompetenten Beratung. Fragen Sie Ihren Fleischer ruhig, wo das Fleisch herkommt, das er anbietet. In den meisten Fällen stammt es aus der Region, und der Fleischer kann Ihnen sogar den Landwirtschaftsbetrieb nennen.

Was zeichnet gute Thüringer Wurst aus, und gibt es regionale Unterschiede?
Wir haben in Thüringen die größte Wurstvielfalt der ganzen Welt. Die Thüringer Wurst wird aus regionalen Rohstoffen gefertigt und begeistert durch ihren markant- würzigen Geschmack. Und man kann sogar schon in Thüringen herrliche lokale Unterschiede herausschmecken: In Südthüringen wird zum Beispiel traditionell wenig Kümmel und wenig Majoran verwedet, aber in Ostthüringen wird gern viel Kümmel und viel Majoran eingesetzt. Da hat man die Qual der Wahl.

Wissen Sie als Wurstkönigin, woher die etwas flapsige Formulierung „Das ist mir Wurst" stammt?
Der Spruch soll besagen: Egal von welcher Seite man die Wurst anbeißt, sie schmeckt gleich. Und bei uns in Thüringen heißt das: gleich gut.

Gibt es eine Botschaft, die Ihnen als Wurstkönigin besonders wichtig ist?
Ich repräsentiere das gute traditionelle Fleischerhandwerk in Thüringen. Und deshalb möchte ich die Menschen wachrütteln und sagen: Es gibt nicht nur Billigfleisch aus der Massentierhaltung im Supermarkt. Es gibt überall in Thüringen vor Ort Fachleute, die ihr Handwerk verstehen. Das sind Menschen, die mit viel Aufwand und Leidenschaft hochwertige Produkte herstellen, die gut sind und vor allem richtig gut schmecken.

Ihr Amt verpflichtet Sie bestimmt zur Neutralität. Aber haben Sie trotzdem ein persönliches Lieblings-Fleischgericht oder eine Lieblingswurst?
Eines? Ich habe gleich mehrere Lieblingsgerichte: Rouladen mit Rotkraut und Thüringer Klößen ist ein Festessen. Aber ein herzhafter Mutzbraten ist auch großartig. Und wenn es schnell gehen muss, gibt es nichts Besseres als eine köstliche Thüringer Bratwurst frisch vom Grill.

Interview: Daniel Dreckmann
Das komplette Interview lesen Sie auf: www.meinanzeiger.de

Quelle: Allgemeiner Anzeiger Thüringer Vogtland vom Samstag, dem 20. Mai 2017

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