UNSERE GESCHICHTE

Die Familienfleischerei Löffler kennt fast jeder in der rund 4500 Einwohner zählenden ostthüringischen Kleinstadt Triebes. Und das schon seit mehreren Generationen: 1928 hatte Karl Groh hier eine Gastwirtschaft eröffnet. Anfangs gab es nur ab und zu, hauptsächlich in den Wintermonaten, Hausschlachtungen.

Daraus entwickelte sich über die Jahre die Fleischerei. Drei Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm Franz Löffler den Betrieb und übergab ihn zehn Jahre später seinem Sohn Berthold, um sich selbst bis zur Geschäftsaufgabe im Jahre 1972 nur noch der Gaststätte zu widmen.

Im Jahr 2000 übergab dieser nach über 40-jähriger Verantwortung für das Familienunternehmen die Betriebsführung an Sohn Ulrich, der in nunmehr vierter Generation an die Traditionen und vor allem an die zahlreichen Erfolge seiner Vorgänger anknüpfen möchte.

"Trotz vieler Schwierigkeiten haben wir in den vergangenen Jahrzehnten gemeinsam mit unseren Mitarbeitern vieles geschaffen, auf das wir zu Recht stolz sein können", blickt der heute 72-jährige Berthold Löffler auf ein bewegtes Berufsleben zurück, von dem er jedoch noch immer nicht ganz lassen kann.

So macht der Alt-Meister gerne die Urlaubsvertretung, wenn die Jungen in Urlaub fahren. Aber auch in der Produktion vertraut Sohn Ulrich noch immer auf die Würzkünste des Vaters, die den einzigartigen Geschmack der Löfflerschen Fleisch- und vor allem Wursterzeugnisse garantieren.

Ehrensache ist für Berthold Löffler auch die Ausübung seiner Ehrenämter. So fungiert er nach wie vor als Obermeister der Fleischerinnung Greiz/Zeulenroda/Schleiz/Lobenstein, der heute rund 30 Mitgliedsbetriebe angehören, sowie als stellvertretender Landesinnungsmeister.

"Mein Mann hat seinen Beruf stets aus tiefster Überzeugung gelebt", kommentiert Ehefrau Ingeburg die Aktivitäten ihres "Rentners". Was Berthold Löffler in seinem Betrieb selbst zu DDR-Zeiten geschaffen hat, nötigt vielen Kollegen noch heute Respekt ab. Und Kollegen aus den alten Bundesländern könnten wohl kaum ermessen, was es in Zeiten staatlicher Fleischzuteilung bedeutet hat, aus den wenigen zur Verfügung stehenden Rohstoffen die Qualität zu produzieren, nach der die Kunden anstanden. Zudem belieferte die Fleischerei seinerzeit noch drei Werksküchen in der Region.

Über die Jahre ist der jetzt 48­jährige Firmenchef Ulrich Löffler in den elterlichen Betrieb hineingewachsen, erlernte hier den Fleischerberuf und wurde Meister.

"Wir verarbeiten pro Woche rund 80 halbe Schweine sowie sieben Rindskeulen, die wir vor allem vom Schlachthof Altenburg beziehen. Wir setzen auf die hohe Qualität unserer Erzeugnisse nach Thüringer Art, wobei Bratwurst, Hausmacher-Leberwurst, die Thüringer Rotwurst und die Thüringer Rostbratwurst zu den absoluten Rennern gehören", erklärt der jetzige Firmenchef.

"Bis auf einzelne Cervelat- und Salamisorten stellen wir alle Wurstsorten selbst her. Ihre sehr gute Qualität wird uns regelmäßig mit dem CMA-Gütezeichen attestiert. Zunehmend werden den Kunden auch küchenfertige Produkte angeboten, während der Partyservice mit warmen Braten und kalten Platten längst ebenso zu den normalen Angeboten gehören wie die Imbissversorgung mit täglich wechselnden Gerichten von der Reissuppe bis zu Schnitzel und Schmorbraten sowie Hähnchenkeulen in den einzelnen Filialen."

"Nicht nur viele unserer Stammkunden haben unseren Produkten auch in den vergangenen Wochen und Monaten trotz vieler negativer Schlagzeilen wie BSE die Treue gehalten", freut sich Ulrich Löffler.

"Dieses große Vertrauen der Verbraucher, die erkannt haben, dass das in den Handwerksbetrieben verarbeitete Fleisch besonders sicher ist, lässt mich und meine Mitarbeiter optimistisch in die Zukunft blicken. Wir wollen die langjährigen Erfahrungen unserer Belegschaft mit den neuen Entwicklungen am Markt verknüpfen, damit die Fleischerei Löffler auch in der vierten Generation bestehen kann."

Quelle: AFZ Journal vom 11. April 2001 (Text) / Verfasser: dah / Überarbeitet: rv